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Abteien | Abbaye Notre Dame de Brialmont (B)

Abbaye Notre-Dame de Brialmont
B-4130 Tilff
Tel. +32 (0)43 88 17 98 ~ Fax +32 (0)43 88 10 44
E-Mail: brialmont.abbaye@skynet.be

www.brialmont.be

 

Darstellung der Wirtschaftsbereiche der Abtei Brialmont (B) :

Die wirtschaftlichen Aktivitäten der Abtei Brialmont konzentrieren sich auf zwei Bereiche, die Herstellung von Produkten und die Gästebetreuung. Diese stehen ganz im Einklang mit den klösterlichen Zielsetzungen der Schwestern.

An erster Stelle muss die Champignonzucht der Gemeinschaft erwähnt werden. Es handelt sich um eine braune Variante. Jährlich werden davon ca. 6 Tonnen erzeugt und als Frischprodukt oder in unterschiedlicher Form als Fertigprodukte angeboten. Diese Champignonprodukte sind im eigenen Klosterladen und in einigen anderen Abteiläden im In- und Ausland erhältlich.
Derzeit arbeiten etwa zwei Drittel der Schwestern in der Champignonzucht. Gemeinsam sichern sie die Existenz dieses Produktionsbetriebs.

Außerdem gibt es im Kloster Brialmont einen Hühnerhof. Auch die Hühnerhaltung bildet eine der Einnahmequellen im landwirtschaftlichen Bereich.

2004 wurde ein neuer Klosterladen eröffnet. Mit dem vollständigen Umbau ihres Ladens verfolgten die Schwestern zwei Ziele. Einerseits brauchten sie eine kommerzielle Plattform für den Absatz ihrer eigenen Produkte. Andererseits wollten sie gerne eine Klosterbuchhandlung eröffnen sowie eine umfassende Auswahl an anderen Kloster- und Regionalprodukten anbieten. Der Laden bildet eine eigene Geschäftseinheit mit eigenen Ertragszielen.

Ebenso Teil der wirtschaftlichen Struktur der Abtei Brialmont ist die klösterliche Gastfreundschaft, auch wenn die Schwestern in diesem Sektor keine Gewinnabsicht verfolgen. Die Einnahmen aus der Gästeunterbringung werden ausschließlich für Unterhalt und Ausbau der Unterkunft verwendet. Das neue Gästehaus wurde ebenfalls 2004 geöffnet.

Struktur:

Die Abtei Brialmont ist wie gesagt stark landwirtschaftlich ausgerichtet und wird ökonomisch vollständig von der Gemeinschaft selbst geführt. Diese Entscheidung der Schwestern ging aus dem Wunsch hervor, gemeinsam mit den Händen tätig zu sein. Dabei kommt ihnen entgegen, dass ihr Gewerbe in Belgien sehr selten ist und dass sie eine Marktnische für ihre Produkte haben. Dennoch gibt es einige Schwierigkeiten, die sich nicht umgehen lassen. Zum einen ist die Gemeinschaft wirtschaftlich den Marktschwankungen unterworfen, u.a. im Hinblick auf die Lieferanten der Rohstoffe. Außerdem unterliegt die Champignonzucht der Schwestern den gesetzlichen Vorschriften für die Agro-Lebensmittelindustrie. Die zweite Schwierigkeit hängt mit der Struktur der Gemeinschaft selbst zusammen. Während die Anzahl der Schwestern schrumpft, muss doch die Produktionsmenge konstant bleiben. Die modernisierten Anlagen einerseits und die finanziellen Erfordernisse andererseits verlangen letztlich sogar höhere Produktionszahlen. Die Entscheidung der Schwestern, die Arbeit in der Champignonzucht ausschließlich im Rahmen der Gemeinschaft zu leisten, kann sich auf das Privileg der klösterlichen Gemeinschaftsarbeit stützen. Dieser Mehrwert ist aber unvermeidlich auch Ausdruck der konkreten Investition dieser Gemeinschaft in diesen Arbeitsprozess.

Perspektiven:

Kurzfristig sind die Perspektiven eher mäßig, vor allem für die Beibehaltung der wirtschaftlichen Struktur in den Grenzen der Gemeinschaft, wenn man die derzeitigen wirtschaftlichen Gegebenheiten in Betracht zieht. Die beiden letzten Jahre haben jedoch gezeigt, dass durchaus ein Wachstum und ein weiterer Ausbau der Champignonzucht und des Ladens möglich sind. Das Gästehaus dagegen hat sich in kürzester Zeit sehr positiv entwickelt und ist aktuell fast immer ausgebucht.

Die wirtschaftliche Struktur insgesamt ist bei dieser Abtei stabil und ausgewogen. Die Schwestern von Brialmont können durchaus eine Produktionssteigerung ins Auge fassen, je nach verfügbaren Kräften innerhalb der Gemeinschaft. Die Infrastruktur ist relativ neu und produktiv. Mittelfristig kann ein weiterer Ausbau der wirtschaftlichen Aktivitäten geplant werden.