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Abteien | Tilburg (NL)

Abdij O.L.Vrouw van Koningshoeven
Eindhovenseweg 3 ~ NL-5056 RP Berkel-Enschot
tel. +31 (0)13 54 08 508 ~ Fax +31 (0)13 54 43 678
www.koningshoeven.nl
www.latrappe.nl
E-Mail: NL
Thijs.thijssen@latrappe.nl
broeder.isaac@latrappe.nl

Die Abtei Koningshoeven wurde 1881 gegründet. Diese Stiftung entstand aufgrund der damaligen antireligiösen Haltung der französischen Regierung. Der Abt des Trappistenklosters Katzberg machte sich Sorgen um die Zukunft seiner Gemeinschaft und suchte eine sichere Zuflucht, falls die Lage prekär werden würde. Innerhalb weniger Jahre erlebte die Gemeinschaft durch viele Berufungen aus den Niederlanden eine Blüte. Eine wirkliche Flucht aus Frankreich wurde nie nötig.

Unter den ersten Mönchen, die eintraten, war auch ein Brauerssohn aus München. Dies brachte Dom Nivardus, den ersten Abt der Abtei, auf die Idee, neben den landwirtschaftlichen Arbeiten, die sich kaum lohnten, eine Brauerei zu gründen. Bis heute ist diese eine der Einnahmequellen der Gemeinschaft. Das klösterliche Leben ist eine fortwährende Suche nach dem Gleichgewicht zwischen „Ora” und „Labora” Durch die stark zurückgehende Zahl der Mönche musste die Gemeinschaft Überlegungen anstellen, wie die Existenz und das Klosterleben in einer sinnvollen Weise weiter gewährleistet werden könnten. So kam letztlich ein Kooperationsvertrag mit der niederländischen Brauerei Bavaria bv zustande. Aufgrund dieses Vertrags wurde die Brauerei von Koningshoeven zur „Koningshoeven bv”, einem selbständigen Tochterunternehmen von Bavaria. Bavaria mietet seit 1997 von der Abtei die Gebäude und erzeugt im Auftrag und unter Aufsicht dieser Abtei unter dem Markennamen „La Trappe” unsere verschiedenen Biersorten. Vertrieb und Produktion erfolgen ebenfalls unter der Leitung der Abtei. Damit alles reibungslos verläuft, besteht die Geschäftsleitung aus einem kompetenten weltlichen Geschäftsführer, der sich um den laufenden Betrieb kümmert, und einem der Mönche, der vom Abt zum Geschäftsführer ernannt wird. Die beiden Geschäftsführer treffen sich täglich zu einer Kurzbesprechung und legen der Stiftungsverwaltung, der der Abt und einige beratende externe Mitglieder angehören, alle 6 Wochen einen Rechenschaftsbericht vor. Die Mönche sind auch mit Verpackungsarbeiten und dem Verkauf von Biergeschenkverpackungen im Klosterladen beschäftigt.

Es ist schon eine Weile her, dass die Mönche selbst im Sudkessel rührten. Deshalb beschäftigte sich die Gemeinschaft vor einigen Jahren mit der Frage nach einer anderen sinnvollen klösterlichen Tätigkeit. Dabei wurde vor allem im handwerklichen Bereich gesucht. So wurde zuerst im bescheidenen Rahmen ein Klosterladen eröffnet. Dann entstand die Idee, dort zum Teil eigene Produkte zu verkaufen. Dies traf sich mit früheren Überlegungen, selbst Brot zu backen.

So entstand eine Bäckerei, in der die Mönche selbst arbeiten. Einmal pro Woche wird Brot gebacken und einmal die Woche Buttergebäck. Ein Teil des Vollkornbrots und ein geringer Teil des Gebäcks sind für den eigenen Bedarf und für das Gästehaus bestimmt. Die meisten Produkte werden in der Probierstube und im Laden verkauft. Weiterhin wird ein spezielles Abteibrot gebacken, in dem Biertreber verarbeitet ist. Auch kommen sie dem Wunsch der Kunden nach gesunder Ernährung entgegen und backen einmal pro Woche Sauerteigbrot nach eigenem Rezept.

Seit einem Jahr werden Schokolade in Tafelform und Trüffeln unter dem Namen Quatruffel hergestellt, da in der Füllung Quadruppel-Bier verarbeitet ist. Sie haben einen speziell gestalteten Arbeitsplatz geschaffen, an dem verantwortungsvoll und hygienisch gemäß den gesetzlichen Vorschriften gearbeitet werden kann. Die Schokoladeprodukte werden im Klosterladen verkauft. Zwei Mönche stellen die Schokolade her. Viele weitere Mönche helfen einmal in der Woche beim Verpacken der Schokolade und des Gebäcks.

Ein Mönch lebt von der Arbeit seiner Hände, aber er arbeitet nicht für persönlichen Gewinn. Ein Teil der Einnahmen durch Arbeit und Verkauf der Produkte ist für das „tägliche Brot” und den Unterhalt der Gebäude bestimmt. Aber ein wesentlicher Teil geht an die Armen und Bedürftigen im In- und Ausland.