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Abteien | Westmalle (B)

Abdij der Trappisten van Westmalle
Antwerpsesteenweg 496 ~ B-2390 Westmalle
tel. +32 (0)3 312 92 22  ~ Fax +32 (0)3 312 92 28
www.trappistwestmalle.be
E-Mail: info@trappistwestmalle.be

 

Bereits seit über 200 Jahren geben sich die Mönche von Westmalle einem Leben mit Gebet und Arbeit hin. Das ist ihre wahre Berufung, ganz im Einklang mit der Regel des heiligen Benedikt. Er schrieb vor, dass die Mönche ihren eigenen Lebensunterhalt verdienen sollten. Und wenn etwas übrig bleibt, geben sie es nach der alten Tradition den Armen und Bedürftigen.

Um diese Regel zu erfüllen, widmen sie sich seit jeher verschiedenen handwerklichen und gewerblichen Tätigkeiten. Zur Abtei Westmalle gehören ein Bauernhof, eine Käserei und – zweifellos am bekanntesten - eine Brauerei.

Brauerei

Wie alle belgischen Trappistenabteien hat auch die Abtei Westmalle eine Brauerei innerhalb ihrer Mauern. Die Mönche halten die Produktionsmenge bewusst niedrig, und ihre besondere Aufmerksamkeit gilt Mensch und Umwelt. Es werden drei Sorten Bier gebraut: das Tripel, das Dubbel und Extra.

Das Tripel und das Dubbel sind im Handel erhältlich;diese Biersorten werden in der Gastronomie, den großen Handelsketten, Fachgeschäften und über Bierhändler in Belgien und den Niederlanden sowie an einigen ausgewählten Orten in der ganzen Welt zum Verkauf angeboten. Das Extra wird nur zweimal im Jahr gebraut und ist nur für den internen Gebrauch bestimmt: Dieses Bier trinken die Mönche und geladene Gäste zum Mittagessen.

Bauernhof

Schon seit der Gründung 1794 ist in der Abtei von Westmalle ein Bauernhof. Lange Zeit wurde dort sowohl Ackerbau als auch Viehzucht betrieben. Seit 1932 züchten die Mönche jedoch nur noch Vieh. Zurzeit besteht der Viehbestand hauptsächlich aus Groningse Blaarkoppen, einer Rinderrasse, die aus dem niederländischen Groningen stammt. Im Sommer können Sie die Tiere auf den Weiden rund um die Klostergebäude bewundern.

In den geräumigen Stallungen innerhalb der Abtei ist Platz für etwa 300 Tiere. Dort stehen etwa hundert Milchkühe mit Jungvieh und Deckstieren. Die Groningse Blaarkoppen kalben problemlos: Sie werfen relativ kleine Kälber. Das ist der wichtigste Grund, warum diese Rasse in der Abtei von Westmalle gehalten wird. Vor fünfzehn Jahren entschied man sich - nach zwanzigjähriger Erfahrung mit einem Boxenlaufstall - für einen modernen Bindestall. Der hat verschiedene Vorteile: Die Kühe bleiben viel ruhiger, sie können viel älter werden und der menschliche Kontakt mit den Tieren geht nicht verloren. Tierfreundlichkeit ist auf einem Bauernhof immer erstrebenswert. Die Kühe werden zweimal täglich gemolken. Leise Hintergrundmusik beim Melken vermindert den Stress der Kühe. Ein großer Teil der Milch wird in der eigenen Käserei verarbeitet, der Rest geht in die nahe Molkerei.

Käserei

In der Abtei von Westmalle gibt es nicht nur eine Brauerei und einen Bauernhof, sondern seit 1860 auch eine Käserei. Die Mönche stellen dort einen halbfesten gereiften Käse her, der in der Umgebung recht bekannt ist. Käse machen die Mönche völlig allein, ohne Hilfe von Personal.